ist seit 26.10. 2007 anerkannte Unesco-Projekt Schule, und damit eingebunden in die Programme und Aktivitäten des Landes- und Bundesverbandes der ups-schulen. Mit dem Beschluss der Gesamtkonferenz und der Schulkonferenz, die Anerkennung zu beantragen, war eine Zustimmung zu den Grundsätzen verbunden. An der Wöhlerschule gibt es seitdem eine Unesco-Schul-Gruppe, die an der Vermittlung und Umsetzung der Ziele, Leitlinien und Grundsätze der unesco-project-schulen (nach einem Beschluss der UNESCO 1974) im Schulalltag der Wöhlerschule arbeitet.
Ziel ist es, dass die Schulgemeinde den Unesco-Bildungsauftrag als ihre eigene Angelegenheit versteht und daran weiter arbeitet, nach innen und nach außen gerichtet. Dies bedeutet, dass die "Essentials für eine Kultur des Friedens" (Menschenrechte, interkulturelle Kompetenz, Umweltbildung, globale Verständigung) und die daran geknüpfte Handlungs-bereitschaft möglichst oft und möglichst deutlich den Fachunterricht, die begleitenden Angebote in der Schule und die Schulentwicklung leiten.
Innerhalb der unesco-projekt-schulen ist die Wöhlerschule sehr breit präsentiert, durch eine Vielzahl von Projekten, die den Unesco-Bildungsauftrag abbilden. Sie werden in unterschiedlichen Gremien oder Gruppen geplant, sind immer verbunden mit fachlichen und erzieherischen Absichten und oft vernetzt mit anderen außerschulischen Organisationen.
So wurde die Wöhlerschule beispielsweise durch ihre Arbeit im Bereich "Umwelt" und Umweltbildung der Fachgruppen Biologie und Chemie (in Frankfurt gab es seit 1970 das Schlagwort von der Wöhlerwildnis), zunächst ohne einen eigenen Antrag, im Jahre 2002 zur interessiertenund 2005 durch die Arbeit im Bereich "Menschenrechte-Kinderrechte" (Theater, Politik und Geschichte) zu einer mitarbeitenden unesco-Projekt-Schule; sie durchlief ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren, zu dessen Erfolg viele Fächer, zum Beispiel auch die Musik mit ihrem Orchester beigetragen haben.
Seit 2002 wird, meist durch Initiative der Lehrer/innen, das Thema des "internationalen Projekttages" (Ressource Wasser, Sport für Eine Welt usw.) im Unterricht oder in begleitenden Schulangeboten (AGs, WPU, Expertengruppen) er- und. bearbeitet. Auf Veranstaltungen des Bundes- oder Landesverbandes ist die Wöhlerschule immer vertreten, die Projekte und Pläne werden mit anderen ups-Schulen ausgetauscht. Für 2010 will die Schülervertretung mit Unterstützung durch die Referendare die Organisation eines Projekttages zum Thema "unser Handeln - unsere Zukunft" in der Schule übernehmen und sie wird einige Schüler/innen auch für das Landestreffen (der hessischen ups-Schulen) delegieren.
Die unesco-Schulgruppe ist bemüht, in den Konferenzen alle Lehrer und Lehrerinnen in der Wöhlerschule über die Vorschläge und die Ansprüche des Verbandes zu informieren und auch die Arbeiten und Erfolge zu dokumentieren. In den Fachkonferenzen werden neue Vorhaben und Projekte entlang der ups-Essentials (s.o.) diskutiert: 2008 die Drittortbegegnung: Wöhlerschule und das Collège Utrillo aus Bourges arbeiten am Walchensee zu "Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" (Jahrgang 7), 2009: Buchenwald - zu "Diktatur und Menschenrechte" (Jahrgang 12).
Die Fachkonferenzen Biologie und Chemie der Wöhlerschule setzen nach wie vor einen Schwer-punkt auf Ökologie und Umweltlernen in der gesamten Mittelstufe, mit deutlichem Akzent auf projekt- und handlungsorientierte Methoden.
Bei dem regelmäßigen Schüleraustausch mit Partnerschulen (in FR, Spanien, Russland und mit den EU -Comeniusschulen) wird sprachliches und interkulturelles Lernen mit der Arbeit an globalen Problemen und Entwicklungen verbunden und über Internetrecherche und - kommunikation vorbereitet (Fachbereich Sprachen: z.B. Gewässerverschmutzung Litauen).
Die Klasse 8 e hat in Zusammenarbeit mit pro bono und der Religionslehrerin im Herbst 2009 einen Sponsorenlauf für alle Jahrgänge zu Gunsten eines neuen Schulgebäudes in Tansania durchgeführt, die SV bereitete die Teilnahme am "Lauf für mehr Zeit" vor, bei dem die Wöhlerschule jedes Jahr die größte Gruppe stellt.
Neben den von Fächern oder Fachgruppen ausgehenden Initiativen müssen noch die begleitenden Angebote der Schule/Schulgemeinde erwähnt werden, die eine Vernetzung mit dem unesco-Bildungsauftrag vorantreiben: die AG s (AG Ökologie), die Wahlpflichtangebote (Energie), die Teilnahme an thematischen Wettbewerben, die offenen Abendveranstaltungen (z.B. europäisch-arabischer Dialog).
Natürlich stehen nicht alle Kollegen/Kolleginnen kontinuierlich für die Umsetzung der unesco-Vorschläge bereit. Einmal im Jahr gelingt es, gleichzeitig für alle einen Projekttag/eine Projektwoche mit unesco- Themen und mit der Teilnahme der ganzen Schulgemeinde zu verwirklichen, dies war im April 2009 ein Projekttag zum CO 2 Fußabdruck, damit verbunden war eine Spendenaktion für eine Partnerschule in Thailand (buddhistisches Hilfsprojekt für Mädchen).
Die kontinuierliche Vernetzung der unesco-Schulgruppe mit der gesamten Schulgemeinde ist durch die Zahl der Schüler/innen und Lehrer/innen, die jährliche Neustrukturierung/Verjüngung des Kollegiums, den Lehrstoff und die Leistungsnachweise nicht leicht. Andererseits ermöglicht es diese Ausgangslage, dass Gremien, Gruppen, Einzelne in der Schulgemeinde immer wieder Verknüpfungen und Vernetzungen im Unterricht oder in AGs finden, die die Unesco - Arbeit insgesamt als einen Prozess freiwilliger Initiativen, getragen von unten nach oben darstellt.
Infos über die 44. Jahrestagung der UNESCO-Projektschulen
Unesco - Projekt - Schulen www.ups-schulen.de Copyrigth 2010 Wöhlerschule Frankfurt am Main Impressum
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